Indienaustausch

Gegenbesuch in Mumbai

„Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen. Drum nähme ich den Stock und Hut und tät das Reisen wählen.“ Matthias Claudius (1740 - 1815) Als Ende Januar die 18 Schülerinnen und Schüler sowie die beiden Begleitpersonen ziemlich übermüdet von ihrer Reise nach Indien zurückkehrten, waren alle überwältigt von den vielen Eindrücken.

Zu erzählen gäbe es so vieles, aber wo soll man anfangen, wo aufhören? Ein paar Fakten sind schnell skizziert: Der mit Spannung erwartete Gegenbesuch an unserer Partnerschule in der Zwanzig-Millionen-Metropole Mumbai übertraf in vielerlei Hinsicht unsere Erwartungen. Die MAINADEVI BAJAJ INTERNATIONAL SCHOOL hatte ein sorgfältig geplantes Programm zusammengestellt, das sowohl Einblicke in den Schulalltag als auch in Highlights der Megametropole ermöglichte. Eher touristische Ziele wie das mit Stolz präsentierte Ghandi-Haus oder der Besuch im Prince of Wales-Museum durften natürlich auch nicht fehlen. Einprägsamer war aber vermutlich, dass alle Deutschen in Gastfamilien unterkamen, sodass sich jeder eine kurze Zeit in die völlig andere Lebenswelt eines Inders eintauchen durfte. Wer kann denn schon von sich behaupten, je Gast auf einer indischen Hochzeit gewesen zu sein? Oder auf dem local market eingekauft zu haben? Das Taj Mahal mit der Gastfamilie gesehen zu haben? Solche Eindrücke sind schwer zu schildern: Wie soll man erzählen, dass selbst Alltägliches in Indien ganz anders funktioniert? Essen, Körperpflege, Einkaufen, Waschen… Oder nehmen wir den täglichen Weg zur Schule: Tuk-tuks, local trains, Taxi. Abgase. Linksverkehr. Jeder fährt so schnell er kann und hupt ständig. Menschenmengen wimmeln, wuseln scheinbar wild durcheinander. Englisch ist ein gutes Mittel zur Verständigung. Aber vieles nimmt man über andere Sinne auf: Unbeschreibliche Gerüche, Farben, Formen, Geräusche. Unbeschreiblicher Reichtum und bittere Armut. Und immer wieder ein Lächeln im Gesicht der Menschen, die dort leben, sowie ihre nur teilweise versteckte Neugier für uns Europäer. Alles in allem überwältigend. So war war es keine Überraschung, dass am letzten Abend bittere Abschiedstränen flossen. Kann ein Austausch mehr bewirken als Türen in eine andere Welt ein Stück weit aufzustoßen?

Anja Kallenbach, Bernd Rieckmann

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Indienaustausch 2013/2014

Bericht von Celine Baumgartner


Als Allererstes, bevor ich meine Erfahrungen schreibe, möchte ich all den Lehrern, die das für uns möglich gemacht haben, danken.
Nun jetzt: Am meisten aufregend war für mich das Land, wie es so schön heißt: anderes Land, andere Sitten. Sowohl die Kultur und auch das Essen waren eine ganz neue Erfahrung. Doch es war auch sehr spannend in eine andere Familie zu gehen, die man eigentlich gar nicht kennt. Außer natürlich die Austauschschüler.
Generell an Indien hat mich der Unterschied zwischen Arm und Reich interessiert und auch das schön warme Klima hat mir gefallen. Ich finde, man kann eigentlich gar nicht so genau sagen, was am besten war, denn alles war sehr interessant und ich habe den Aufenthalt in Indien sehr genossen.
Was wirklich am meisten befremdlich für mich war, war der Verkehr auf den Straßen, der mich immer wieder zum Nachdenken gebracht hat, denn da liefen auch kleine Kinder herum, was sehr gefährlich werden konnte.
Meiner Meinung nach war der beste Ausflug mit allen Schülern in den Garten zu gehen, wo schon so viele Prominente Photo-Shootings hatten und er deshalb auch sehr schön gestaltet war. Mit meiner Familie war der Ausflug in ein riesiges Zeltlager das größte: mitten in der Wüste und unter wilden Tieren.
Ich denke, uns allen hat dieser Austausch etwas gebracht: neue Erfahrungen, neue Freunde, mehr Zusammenhalt und natürlich ein besseres Englisch. Doch das Wichtigste war doch, dass wir alle Spaß hatten!
Wenn noch mal ein Indienaustausch ist, würde ich jedem raten, unbedingt mitzugehen, denn das ist ein echt tolles Erlebnis!!